Internet Marketing

Setzen Sie sich Ziele

Auch wenn es oft nicht vordergründig bewusst ist, eine Internetseite verfolgt immer Ziele, die man formulieren kann und sollte.

Die Homepage interagiert stets mit Kunden. Egal wie gut oder schlecht eine Webseite gestaltet ist, man kann nicht "nicht" kommunizieren. Diese Interaktion mit den Besuchern kann gelenkt werden, und die dafür nötigen Mittel sind die des Marketing-Mixes.

Je höher die mit der Homepage verbundenen Ziele und Wünsche sind, desto komplexer werden die Maßnahmen.

Internet Marketing

Internetmarketing ist sicherlich das komplexeste Thema innerhalb des Web-Designs und hängt stark von den Zielen einer Homepage ab. Ziele können z.B. sein, seinen Kundenstamm auf- und auszubauen (durch Kommunikation). Auch die Erschließung neuer Märkte und Absatzwege gehören hierzu, der Online-Verkauf von Produkten und Dienstleistungen oder einfach nur die Erhöhung der Besucher- und Klickrate oder das festigen des Images.

Das alles setzt voraus, dass man seine Ziele im Vorfeld klar definiert und die Seiten diesbezüglich optimiert hat. Das Einrichten von Tools zur Überwachung und Kontrolle der Aktivitäten auf der Homepage sind sowohl der Suchmaschinenoptimierung zuzuordnen, als auch Grundlage für ein aktives Internet-Marketing.

Des weiteren muss ein Budget festgelegt werden, in monetärer und arbeitszeitlicher Hinsicht, um die Kosten und den Erfolg messen und kontrollieren zu können.

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Das Marketing selbst kann genau wie das klassische Marketing aus einem ganzen Mix von unterschiedlichen Aktivitäten und Funktionen bestehen. Dabei hat ein gutes Marketing stets die Optimierung aller Prozesse, die den Kunden berühren, im Fokus. Es beschränkt sich somit nicht nur auf die Homepage und Online-Welt. Auch ein gutes After-Sales- und Kunden-Management gehören dazu.

Im erfolgreichen iMarketing wird meist eine zweistufige Technik angewandt. Im ersten Schritt versucht man, eine Gefolgschaft (Community) aufzubauen und möglichst aktiv mit dieser zu kommunizieren. Das gelingt am besten, indem man sich in einer „Nische“ eine Leitkompetenz erarbeitet und auf einer Plattform spezifische Informationen zur Verfügung stellt. Über die Zeit gewinnt man so mehr Menschen, die einem folgen und deren Vertrauen. Im zweiten Schritt macht man diese dann zu Kunden.

Das ist nicht ganz einfach, denn hier kommt es auf echte Qualität, Fachwissen, Mehrwert und Durchhaltevermögen an.

Was häufig aus Unverständnis (und Verzweiflung) falsch gemacht wird, ist der Versuch, Follower über Freunde und Bekannte zu rekrutieren. Also ein Forum aufzubauen, in das möglichst viele Bekannte eingebunden werden, die sich gegenseitig verlinken und liken. Das wird aber nicht zum Erfolg führen, denn Facebook z.B. erkennt diese Strategie und weiß, dass die Freunde der Freunde keinen echten Bezug zu den gebotenen Inhalten haben. Darüber hinaus sind die Inhalte solcher Foren / Portale dann i.d.R. qualitativ schlecht, so dass man kaum natürlichen Zuwachs bekommt. Aus so einer Gruppe lässt sich dann auch kein Folgegeschäft, und sei es nur in Form von Werbeeinnahmen, generieren. Mit anderen Worten, der so betriebene Aufwand ist nutzlos.

Hat man jedoch erfolgreich eine Gefolgschaft von Fans und Interessierten aufgebaut, folgt der zweite Schritt. Jetzt kann man Produkte und Dienstleistungen mit einem Mehrwert anbieten, der Verkauf ist jetzt deutlich einfacher, denn man hat sowohl eine Gemeinschaft, die einem vertraut, als auch eine für die Produkte interessierte Zielgruppe in der direkten Ansprache.

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Tools & Portale

Im Internet existieren unzählige Dienstleister, Provider und Tools, die das Marketing unterstützen. So stehen für die Kommunikation z.B. Newsletter-Portale zur Verfügung, die eine Abwicklung und Kontrolle (unter Berücksichtigung der rechtlichen Vorschriften) vereinfachen.

Die Informationen und Kommunikation kann man auf der eigenen Homepage in einem sogenannten Blog führen. Hierfür gibt es spezielle Software, wie z.B. Wordpress.

Alternativ oder in Ergänzung kann man Portale aus dem sogenannten Social Media Universum nutzen. Hier kommen in erster Linie Facebook, Google+, Twitter, Instagram, Youtube und Pinterest in Frage, um die wichtigsten zu nennen.

Diese Portale, allen voran Facebook und Google+, stellen nicht nur die Infrastruktur für die Kommunikation zur Verfügung. Sie sorgen auch für eine aktive Vernetzung und für differenzierte (und kostenpflichtige) Marketingtools, die der Überwachung, der Schaltung von Werbung und der Durchführung von Handlungen dienen. Handlungen können z.B. Besuch einer Verkaufs- oder Webseite sein, das Klicken eines Links, der Eintrag in einen Newsletter, etc.

Der Erfolg und die Qualität der von den Portalen gestützten Maßnahmen sind sehr unterschiedlich. Auf jeden Fall sind die Funktionen kompliziert und zumeist sehr kostenintensiv, wenn man diese nicht exakt steuert und überwacht.

Beispiel: Google AdWords

Ein gutes Beispiel für Komplexität und hohen Kosten ist Google AdWords. Dieses Google-Angebot schlägt gleichzeitig eine Brücke zwischen den Themen SEO (Suchmaschinenoptimierung) und Marketing.

In kurzen Worten, Google AdWords ist eine kostenpflichtige Funktion, bei der die eigene standardisierte Werbe-Anzeige bei den Suchergebnissen erscheint. Somit wird nicht mehr die eigene Homepage-Adresse angezeigt, sondern eine Anzeige, die auf diese Homepage oder eine ihrer Unterseiten verweist. Zu unterscheiden von den nativen Suchergebnissen sind die Anzeigen nur durch einen kleinen grünen Hinweis „Anzeige“.

Wie an anderer Stelle bereits beschrieben, ist es der Wunsch eines jeden Webseitenbetreibers, möglichst ganz weit vorne zu stehen, bestenfalls an erster Stelle der Suchergebnisse. Doch der Platz auf der ersten Seite ist kostbar und beschränkt.

Wer bisher glaubte, Google sei eine kostenlose Suchmaschine, die nach besten „Gewissen“ eine Auswahl der besten Treffer, bewertet nach Übereinstimmung der Suchanfrage, aufzeigt, täuscht sich. Google ist eine Anzeigenmaschine, die es sich teuer bezahlen lässt, wer an den ersten Positionen gelistet wird. Entweder man erkauft sich diese Position, oder bietet Google etwas anderes, was einen wichtig macht (z.B. Inhalte und viele Besucher).

Google AdWords

Mit AdWords kann man darauf Einfluss nehmen, indem man sich die Poition erkauft (bzw. ersteigert). Der Fachausdruck hierfür ist PPC (pay per click). Zwar muss man nur bezahlen, wenn jemand tatsächlich auf die Anzeige klickt, allerdings muss man sich die Position erst ersteigern. Man steht umso weiter vorne, je mehr man für diesen einen Klick bereit ist, zu zahlen. Um an erster Stelle zu rutschen, muss man alle seine Mitbewerbe für die relevanten Stichworte und Region überbieten. Google unterstützt einen dabei, eine bessere Position zu erklimmen, indem es die auf das abgegebene Gebot ungefähre Position "verrät"...

Wie hoch dieser Beitrag ist, hängt vom Thema (also den Stichworten) und der zugeordneten Region ab. Um überhaupt einigermaßen erfolgreich berücksichtigt zu werden, sind Gebote von über 3 – 10,- € je Klick keine Seltenheit. Wie gesagt, die Anzahl der Mitbewerber und die Relevanz des Themas bestimmen den Preis.

Schaut man sich die Suchergebnisse der ersten Seite bei populären Themen an, so stellt man fest, dass kaum noch Platz für echte freie (native) Suchergebnisse besteht. Ein Großteil der Positionen sind erkauft. Google ist ein Moloch und sich seiner Position bewusst (95% Marktanteil in Deutschland, Jahresumsatz > 100 Mrd US-Dollar). Es ist also zu befürchten, dass Google in Zukunft noch mehr Plätze verkauft, bis am Ende native Suchergebnisse erst mit der zweiten oder dritten Seite der Suchergebnisse beginnen.

Wir konnten bereits bei einigen Betrieben beobachten, dass diese sich lieber die erste Position für viel Geld über AdWords erkaufen, statt für eine schön gestaltete und informative eigene Homepage zu sorgen, um sich so eine Position in den Suchergebnissen durch Qualität zu erarbeiten. Jegliche Form der Webseitenoptimierung wurde darüber hinaus auch nur ansatzweise unterlassen. Bleibt zu hoffen, dass Kunden das erkennen und sich dieser Trend nicht durchsetzt.